Wie plane ich einen Anruf mit jemandem in einer anderen Zeitzone?
Bei Ihnen ist es 14 Uhr, bei ihr schon Mitternacht. Einen Anruf über Zeitzonen hinweg zu planen, erfordert vier Prüfungen und eine Gewohnheit: die Uhrzeit auf beiden Seiten aufschreiben.
Zuerst der Zeitunterschied – am Tag des Anrufs
Der Zeitunterschied zwischen zwei Städten ist keine feste Zahl. Er ändert sich, wenn eines der Länder auf Sommerzeit umstellt oder zurückstellt, und das geschieht nicht überall am selben Tag: Europa stellt am letzten Sonntag im März und am letzten Sonntag im Oktober um, Nordamerika am zweiten Sonntag im März und am ersten Sonntag im November. In den Wochen dazwischen stimmt der gewohnte Unterschied nicht, er ist eine Stunde daneben.
Weitere Stolperfallen: Manche Länder kennen keine Sommerzeit (zum Beispiel Japan, Indien, Thailand), manche haben einen Versatz von 30 Minuten (Indien liegt bei UTC+5:30), und einige ändern ihre Zeit an wechselnden Terminen. Rechnen Sie den Unterschied deshalb immer für das genaue Datum des Anrufs aus.
Die Uhrzeit auf beiden Seiten schreiben
Der Satz, der die meisten Fehler verhindert: „Freitag 15 Uhr bei mir, also 21 Uhr bei dir.“ Er zwingt beide zum Nachrechnen, und der andere kann sofort widersprechen. Nennen Sie die Stadt oder Zone („15 Uhr in Berlin“), nicht nur Kürzel wie MEZ, CET, EST oder IST – die sind mehrdeutig oder nicht jedem geläufig.
Schreiben Sie im 24-Stunden-Format und der andere mit AM und PM, stellen Sie klar: „15:00 (3 p.m.)“. Und denken Sie an den Tageswechsel: 23 Uhr am Donnerstag in Berlin ist in Tokio schon Freitagmorgen.
Ein Zeitfenster, das für niemanden mitten in der Nacht liegt
Bei sehr weit entfernten Orten ist das gemeinsame Komfortfenster schmal. Legen Sie erst fest, was für jeden „zumutbar“ ist, etwa 8 bis 22 Uhr, und suchen Sie dann die Überschneidung. Zwischen Deutschland und der Türkei ist es einfach: Die Türkei hat ganzjährig UTC+3, der Unterschied beträgt im Winter zwei Stunden und im Sommer eine. Zwischen Deutschland und Thailand liegt der frühe Abend in Deutschland dagegen schon in der späten Nacht in Thailand, der Vormittag in Deutschland am Nachmittag dort.
Gibt es kein gemeinsames Fenster, wechseln Sie sich ab: einmal früh für den einen, einmal spät für den anderen. Das ist fairer und hält bei Familie und Fernbeziehung am längsten.
- Schlagen Sie zwei oder drei Zeitfenster statt nur einem vor.
- Meiden Sie Essens- und Gebetszeiten sowie lokale Feiertage: Prüfen Sie den Kalender des anderen Landes.
- Sagen Sie Bescheid, wenn bei Ihnen die Zeit umgestellt wird: „Ab Sonntag liegt eine Stunde mehr zwischen uns.“
Den Anruf im richtigen Zeitzonen-Kontext in den Kalender eintragen
Legen Sie den Termin mit der Zeitzone an, in der Sie ihn notiert haben. Ein guter Kalender zeigt dann die Uhrzeit bei Ihnen und kann die zweite Uhrzeit mit anzeigen. So bleibt der Termin im richtigen Moment, auch wenn Sie verreisen oder sich die Sommerzeit zwischenzeitlich ändert, statt um eine Stunde zu wandern.
Stellen Sie die Erinnerung früh genug, um sich vorzubereiten: Bei stark abweichender Zeitzone liegt der Anruf oft zu ungewohnter Stunde.
Mit oKiKo
Im Kalender von oKiKo trägt ein Termin die Zeitzone, in der er eingegeben wurde. Hat ein Kontakt einen bekannten Ort (sein oKiKo-Profil, ein geteilter Standort oder ein Hinweis im Chat), zeigt der Termin beide Uhrzeiten, zum Beispiel „14:00 bei Ihnen · 20:00 in Bangkok“. Der Ort eines Kontakts ist ein Hinweis: Stimmt er nicht, korrigieren Sie ihn in den Infos zum Chat.
„Zeitfenster vorschlagen“ schaut, wann Sie frei sind, und schreibt in den Chat eine Nachricht wie „Ich bin Dienstag von 14 bis 16 Uhr frei …“ in Ihrer Sprache; beim Senden wird sie in die Sprache der Person übersetzt, mit der gewohnten Vorschau vor dem Versand. Sie behalten die Kontrolle: Nichts geht ohne Sie raus.
Die kostenlosen Werkzeuge auf der Website (Uhrzeitrechner, „Wann anrufen“) laufen in Ihrem Browser, ohne etwas zu senden.